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AC/DC - Let There Be Rock


let there be rockSeit der erste Affe seinen Baum verließ, eine Keule zu seinem primären Werkzeug machte, um damit seinen Nachbarn - mit dem er übrigens bis dahin immer bestens zurecht kam - zu erschlagen, haben seine nachfolgenden Generationen, nunmehr Mensch genannt, einen fatalen Hang zu schlechter Musik. Von den Posaunen von Jericho über die unsäglichen gregorianischen Choräle des Mittelalters bis hin zu einem Joey Heindle der Neuzeit: einer Art Gruppendynamik folgend ergab sich die Masse stets den verabreichten ohralen Brechmitteln, um wie in von einfachsten Trallalas verursachter Trance angeblichen Poptitanen wie Dieter Bohlen zu huldigen, und zudem dessen Nase und was weiß ich noch alles zu vergolden. Doch gegen diese kulturellen Entgleisungen ist ein Kraut gewachsen. Und dieses Kraut heißt Rock.

Zur Sache: Es ist Standard, dass sich wahre musikalische Größe immer recht jung aus dem Leben nahm. So auch Bon Scott, jener legendäre Sänger der australischen Rockformation AC/DC. Sechs Platten besang jener Herr Scott mit der benannten Hardrocktruppe, bevor er auf dem Rücksitz eines Autos an Erbrochenem erstickte, welches wiederum wohl ein Ergebnis von erhöhtem Alkoholkonsums gewesen sein soll. Die ersten vier Platten waren die Stufen, welche AC/DC in den Basalt der Rock-Annalen meißelten, um auf jenen jene Spitze zu erreichen, welche unter dem Titel "Let There Be Rock" den Gipfel ihres Schaffens bezeichnet. Nie waren sie besser, nie wurden sie besser. Was auch, hört man diese Platte in Gänze, unmöglich scheint und ist. Eine Energie auf dieser Platte, so groß, dass, könnte man sie in Haushalten und Industriebetrieben nutzen, EON und Gasprom getrost einpacken könnten.

Ein geniales Riff reiht sich ans andere. Malcolm Young (Guitar), Angus Young (Guitar), Bon Scott (Vocals), Phil Rudd (Drums) und Mark Evans (Bass) spielen, als hätten sie ihre Seelen für jeden einzelnen dieser genialen Songs an den Teufel höchstpersönlich verkauft. Und selbst wenn es so wäre: es war das Geschäft ihres Lebens! Die pure musikalische Kraft ist an sich unbeschreiblich, was ich somit auch unterlasse. Doch ich empfehle dem unbedarften jungen Leser, diese CD stets mit sich zu führen, um überall dort, wo man Heindle und ähnliche kompositorische Impertinenz spielt, die Räumlichkeiten umgehend damit zu desinfizieren! Von „Go Down“ über „Problem Child“ bis hin zu „Whole Lotta Rosie“: Rock in seiner besten und reinsten Form. Ja, Bon Scott soff sich tot. Und Kurt Cobain schoss sich die Rübe weg. Ein Schicksal, welches Dieter Bohlen wohl kaum mit ihnen teilen wird. Dazu fehlt ihm ganz einfach die musikalische Klasse.

Fazit: Wer bei dieser Scheibe nicht wenigstens mit den Füßen wippt, muss Oscar Pistorius oder Wolfgang Schäuble heißen.

7 von 6
Wir vergeben 7 von 6 Jublern.

"AC/DC - Let there be rock" ist für rund 12 € im Fachhandel oder direkt hier erhältlich.

Frisch getwittert!

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