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Der Eierschalensollbruchstellen-Verursacher CLACK


eierschalensollbruchstellenverursacherEs ist die absolut sinnloseste Erfindung seit der salzlosen Bratkartoffel und dem doppelt tiefen Teller. Kein Schwein braucht so etwas, was allerdings primär daran liegt, dass Schweine so gut wie nie ein Frühstücksei verzehren und falls doch, dann ganz sicher nicht in ähnlicher Form, wie der frühstückende Mensch. Aber auch der braucht so ein Ding nicht. Trotzdem lässt sich für den Eierschalensollbruchstellenverursacher CLACK (ja, der heißt wirklich so) nur ein einziges Wort finden, das dessen Dasein ausreichend beschreibt: GEIL! Doch vorab ein paar einleitende Worte.

Ein Frühstücksei zu öffnen ist keine Kunst, darüber sind wir uns vermutlich einig. Auch wenn es multiple Möglichkeiten gibt, an das von der Schale verborgene Innenleben zu gelangen. Da wäre zum einen der Eiaufklopfer, der mithilfe eines Löffels oder Messers mehr oder weniger vorsichtig das obere Drittel der Schale in kleine Teile zertrümmert, um diese im Anschluss abzupulen.

Zum Vorschein kommt der Eierkopf, der nun mit Salz beträufelt und von einem Löffel abgetrennt im Mund verschwinden kann. Funktioniert immer und ist auch für Grobmotoriker hervorragend ge-Ei-gnet. (bitte das Wortspiel beachten!)

Ganz anders die Herangehensweise, die ich gerne als „Eiertod“ bezeichne. Schwungvoll wird das horizontal gehaltene Messer dem Ei entgegengeschleudert und je nach Konsistenz der Schale trennt sich nun der Kopf vom Körper oder man erzeugt eine üble Quetschung, die der Vorfreude des Verzehrs vehement entgegenwirkt. Besonders bei maximal kernweich gekochten Exemplaren ist mit so einem Schaden immer zu rechnen. Wer noch dazu Schwierigkeiten beim zielen hat, sollte von dieser Methode dringend Abstand nehmen.

Vom Komplettschälen, Längshalbieren und anderen Techniken will ich hier nicht weiter berichten, wir wollen ja nicht vom Thema abschweifen, denn wenn sie sich erst einmal an den Eierschalensollbruchstellenverursacher gewöhnt haben, werden sie ihn nicht mehr missen wollen. Auch wenn sie gar keine Eier zum Frühstück mögen!

Wie funktioniert der Eierschalensollbruchstellenverursacher?

Wie ein Fallbeil saust die schwere Metallkugel am Edelstahlmast herab und fügt über die vorher auf dem Eierkopf platzierte Metallkante der Schale einen rasiermesserscharfen Schnitt zu. Sofern sie ihre Eier direkt beim Bauern kaufen, der dafür garantiert, dass die Hühner nicht nur freilaufend, sondern auch extrem glücklich sind, kann es sein, dass ein Zweitschlag notwendig ist. Die Schalen der Eier von Wellness-Hühnern sind nämlich in der Regel etwas kräftiger. Bei Billigeiern aus dem Supermarkt ist ein Vorgang vollkommen ausreichend. Aber bitte entscheiden sie selbst.

Was jetzt kommt, ist das eigentliche Aha-Erlebnis bei der Eieröffnung. Drückt man mit einem Messer ganz leicht an die nun existierende Sollbruchstelle, geht das Messer durch das Ei, wie durch die berühmte warme Butter. Und als wäre das nicht genug, hat man nach dem Verzehr des Hühnerproduktes zudem noch zwei vollkommen intakte Schalenstücke, die man mit Sekundenkleber wieder zu einem, zumindest optisch, vollständigen Ei zusammenkleben kann. Clevere Zeitgenossen füllen vor der Wiederverklebung den Hohlraum mit irgendwelchen Kleinigkeiten, die dann ohne weitere Verpackung auch als Geschenk vergeben werden können.

Aus eigener Erfahrung darf ich berichten, dass es nichts bringt, dem Bauern die leeren Schalen zur Wiederbefüllung zu bringen. Man erntet höchstens verwirrte Blicke und muss damit rechnen beim nächsten Mal nicht mehr bedient zu werden. Oder man nimmt eine versteckte Kamera mit und verkauft den Film anschließend an RTL.

Wer sich im Supermarkt einen Spaß machen will, der kann ja einmal versuchen ein sauber zusammengeklebtes Modell als „leeres“ Ei zu reklamieren. Kassenzettel vom vorherigen Kauf nicht vergessen und spätestens bei Rückerstattung des Kaufpreises den Scherz auflösen. Sonst könnte der Tatbestand des Betruges zum tragen kommen. (Dies ist keine Rechtsbelehrung, sondern nur meine persönliche Meinung)

Mein ganz persönliches Fazit

Der Eierschalensollbruchstellenverursacher bringt Spaß an den Frühstückstisch, vermeidet mit Eiweiß oder Eigelb verklebte Hände und ist somit das ideale Geschenk für alle, die schon alles haben. So ein Gerät hat nämlich so gut wie niemand.

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Der Eierschalensollbruchstellenverursacher CLACK kostet rund 20 € und ist im Fachhandel erhältlich oder direkt hier.

Frisch getwittert!

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